Seminartag MINT in der Grundschule

„Nach dem 1. Staatsexamen ist Schluss mit der Uni und der Theorie, dann lerne ich endlich praktisch, was ich für meinen Lehrberuf an der Grundschule tatsächlich brauche!“

Diesem Ausspruch entgegenzuwirken und aufzuzeigen, wie sich das notwendige, universitäre Wissen, insbesondere im MINT-Bereich in der Praxis der Grundschule erfolgreich ein- und umsetzen lässt, das war das Ziel des Seminartags MINT, der am 23. Juni 2026 zum zweiten Mal unter der Leitung von Frau Dr. Claudia Standfest an der Grund- und Mittelschule Abenberg stattfand. 120 LAAs mit ihren Seminarleitungen aus ganz Mittelfranken verteilten sich auf 6 Workshops zu Themen aus der Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Technik und Informatik.

Der Beitrag der Fachdidaktik Biologie stand unter dem Thema „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ – Lernende in das Experimentieren einführen und unterstützen“. Prozessbezogene Kompetenzen, die der Lehrplan einfordert, können nur erlernt werden, wenn man weiß und versteht, was man tut. Die Teilnehmenden konnten anhand alltagsnaher Fragen wie „Was vergrößert den Hefeteig?“, „Halten sich Schnittblumen länger, wenn man die Staubgefäße entfernt?“ oder „Wie kommt es, dass Wasserlinsen in kurzer Zeit einen ganzen Teich bedecken?“ Möglichkeiten und abwechslungsreiche Aufgabenformate kennenlernen und ausprobieren, die Lernende anleiten und unterstützen, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen, Hypothesen aufzustellen, Experimente zu planen, auszuwerten und zu reflektieren, kurz gesagt „im Kopf zu experimentieren“ ohne praktisches Tun.

Die abermals überaus positiven Rückmeldungen zu den praxisnahen Inhalten aller Workshops zeigen wieder den großen Erfolg dieses Tages, der fester Bestandteil der Ausbildung werden könnte.